Andere Süchte
| Medikamentenabhängigkeit | ||
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| Bei den Suchterkrankungen nehmen in der Gesellschaft die Alkoholabhängigkeit und die Sucht nach "harten Drogen" den höchsten Bekanntheitsgrad ein. Medikamentenabhängigkeit spielt so gut wie keine Rolle. Dabei gab es 2007 etwa 1,7 Millionen Medikamentenabhängige. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Nach Alkoholismus liegt die Medikamentenabhängigkeit auf Platz 2. Frauen sind überdurchschnittlich oft betroffen. 80 % der 1,7 Millionen Abhängigen sind süchtig nach Benzodiazepinderivaten. Sie finden sich in Präperaten von Erregungs -und Angstzuständen und Schlafstörungen. Benzodiazepine sind immer verschreibungspflichtig. Deshalb auch oft die Aussage der Betroffenen: " Das hat mir aber mein Arzt verschrieben, und das ist ja der Fachmann ". Benzodiazepine werden immer zu einem Risiko, wenn sie länger als 6 Monate eingenommen werden. Nebenwirkungen:
In der Regel dauert es sehr lange, bis eine Abhängigkeit erkannt und vielleicht akzeptiert wird. Wenn das Medikament nicht mehr zur Verfügung steht, treten Entzugserscheinungen auf.
Wir als Selbsthilfeeinrichtung können zur Zeit keine spezielle Gruppe anbieten. Sie haben aber die Möglichkeit ein anonymes Gespräch mit uns zu führen. Ansprechpartner: Johnny Boos, Tel: 0 41 24 / 93 25 95 Quelle: Teilweise aus MDR-Sendung 2009
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| Essstörungen | ||
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Mit Esstörungen bezichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden. Die Betroffenen beschäftigen sich emotional und gedanklich ständig mit dem Thema "ESSEN". Die verschiedenen Formen der Essstörungen gehen oft inneinander über. Sie sind sehr schwer voneinander zu trennen. Zahlen sind daher vorsichtig zu betrachten. Binge Eating: ca. 2 % der Bevölkerung von 82 Millionen Bundesbürgern sind betroffen. Damit ist es die häufigste Essstörung. Die häufigsten und annerkannten Esstörungen sind die Magersucht, die Ess - Brech - Sucht und die Fressatacken ( Binge Eating ) Bei allen chronisch gewordenen Essstörungen sind lebensgefährliche, körperliche Schäden möglich ( Unterernährung, Mangelernährung, Fettleibigkeit ). Magersucht: Magersucht ist durch einen absichtlich und selbst herbeigeführten Gewichtsverlust gekennzeichnet. Die Betroffenen hungern, zählen Kalorien um dem Körper möglichst wenig Energien zuzuführen. Zusätzliche körperliche Betätigung steigert ausserdem den Energieverbrauch. Die Betroffenen finden sich immer zu dick. 5 bis 15 % sterben an Langzeitschäden. Ess-Brech-Sucht: Die Betroffenen sind meist normalgewichtig, haben aber eine ständige Angst vor einer Gewichtszunahme. Ungesunde Gegenmaßnahmen sind nicht nur fasten, sondern auch erbrechen, exzessiver Sport, Gebrauch von Abführmitteln ( Medikamentenmissbrauch ) und Einläufe. Binge Eating: Es treten suchtartige Heisshungergefühle auf, die dann zu Fressattacken führen. Die Betroffenen verlieren die völlige Kontrolle bei der Nahrungsaufnahme. Die Essanfälle werden als Belastung empfunden. Es wird schnell gegessen ohne hungrig zu sein. Therapie: Zur erfolgreichen Therapie ist meist ein mehrmonatiger Aufenthalt in einer Spezial- oder Suchtklinik erforderlich. Sie sollte durch eine regelmäßige sich über Jahre hinziehende Mitarbeit in einer Selbsthilfeeinrichtung ergänzt werden. Unsere Selbsthilfeeinrichtung bietet ihnen zur Zeit leider kein Gruppenangebot. Bitte wenden Sie sich an das Kreisgesundheitsamt. |
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| Online / Mediensucht |
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Was ist eigentlich Onlinesucht ? Es gibt Bereiche die wir unterscheiden:
Online - Kommunikationssucht Online - Spielsucht Online - Sexsucht: Drogenbeauftragte beklagt die Online-Sucht (03.07.2009) Die weit verbreiteten Online-Rollenspiele können süchtig machen. Das bekannteste Rollenspiel ist World of Warcraft oder kurz WOW, mehr als 12 Millionen Menschen spielen es weltweit. Durchschnittlich wird es sechs Stunden am Tag gespielt. Die Vernachlässigung ganzer Lebensbereiche wie Schule und Freunde sind Indikatoren für eine Sucht. Für den Süchtigen konzentriert sich das Leben nur noch auf den PC. Alles andere ist egal und nicht mehr attraktiv. Wir können nur unsere Erfahrungen weitergeben. Es liegt an Ihnen, diese Erfahrungen zu nutzen. Wir halten nichts von einem völligen PC-Verbot.
Wenden Sie sich vertrauensvoll an: Richard Hartwig 0 41 24 / 58 99 282 eMail: richard.hartwig@hotmail.de
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| Depressionen | ||
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Weil Du dunkle Zeiten kennst Christian Lensch |
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Depressionen bezeichnen umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. Alkohol und Depressionen
Es gibt bisher kein einheitliches Modell, dass die Enstehung und Aufrechterhaltung von Alkoholismus beschreibt. Lindenmeyer stellt ein "bio-psycho-soziales" Modell vor, in dem 3 Teufelskreise der Sucht beschrieben werden. Ganz entscheidend ist hier der 3. Teufelskreis. Normalerweise sind wir ohne chemische Stoffe auch einmal glücklich und zufrieden. Dafür sind bestimmte Zentren und Zellen im Gehirn zuständig. Wir können genügend endogene Endorphine ( Serotonin und Dopamin ) produzieren, sogenannte Glückshormone. Das Transmittersystem sorgt dafür, dass unser Gehirn mit diesen Endorphinen versorgt wird. Ein erhöhter Alkoholkonsum greift in erheblicher Weise in diese Fähigkeit ein. Es werden erst angenehme und danach unangenehme Empfindungen ausgelöst. Es entsteht ein Endorphinmangel im Gehirn. Auf Grund der Toleranzwirkung benötigt der Betroffene immer mehr Alkohol, um diese unangenehme Wirkung zu durchbrechen. Es entsteht eine Veränderung im Gehirn. Das Gehirn verlässt sich darauf, dass die Befindlichkeit, sich glücklich und zufrieden zu fühlen durch Alkohol unterstützt wird. Bleibt der Alkohol aus, schlägt das Gehirn Alarm, weil alles durcheinander gerät. Mann nimmt inzwischen an, dass sich so auch die auftretenden Missstimmungen und Depressionen erklären lassen. Also erst Sucht, dann Depressionen Dieses Modell funktioniert genauso umgekehrt. Einem depressiven Menschen fehlt die Fähigkeit, Glück und Zufriedenheit zu empfinden. Ursache ist das Fehlen entsprechender Botenstoffe im Gehirn.Durch das Trinken von Alkohol gelingt es, sich augeglichen zu fühlen und Angstzustände abzufedern. Aber auch hier werden im Laufe der Zeit immer höhere Dosen an Alkohol benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Es kommt zur Abhängigkeit. Also erst Depressionen, dann Sucht Fazit: Quelle: Vortrag vor Freundeskreislern aus SH am 08.09.07
Wenden Sie sich vertrauensvoll an: Peter Oster 04124 - 1490
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